Vielleicht haben Sie als Nutzer der neuesten Windows-11-Version 24H2 oder Windows Server 2025 bereits bemerkt, dass Ihre Remote Desktop Protocol (RDP)-Sitzungen seit Monaten immer wieder unterbrochen werden. Das Problem liegt an den neuesten Microsoft-Updates, insbesondere KB5050094, die seit Januar veröffentlicht wurden. Mit dem März-Update (KB5053598) haben sich die Probleme sogar noch verschärft.
Microsoft hat die RDP-Probleme inzwischen offiziell bestätigt und bekannt gegeben, dass ein Known Issue Rollback (KIR) Abhilfe schaffen kann. Eine endgültige Lösung soll jedoch erst mit einem späteren Update folgen.
Welche Probleme treten auf?
Betroffene Nutzer berichten von unerwarteten Trennungen von UDP-basierten RDP-Sitzungen auf Systemen mit Windows Server 2016 oder älter. Diese Verbindungsabbrüche treten entweder nach etwa 65 Sekunden oder erst nach mehreren Minuten auf.
Mehr dazu und Erfahrungsberichte finden Sie hier:
🔗 Reddit-Thread zu den RDP-Problemen
Was ist ein Known Issue Rollback (KIR) und wie funktioniert es?
Known Issue Rollback (KIR) ist eine Microsoft-Funktion, die es ermöglicht, problematische Änderungen in Windows-Updates schnell rückgängig zu machen, ohne dass ein komplettes Update deinstalliert werden muss.
Falls ein Windows-Update Fehler verursacht, kann Microsoft über KIR die fehlerhafte Änderung gezielt deaktivieren. Dies geschieht über eine cloudbasierte Richtlinie, die an betroffene Geräte ausgerollt wird. Nutzer müssen das Update nicht manuell entfernen – die Rücknahme erfolgt automatisch über Windows Update oder Gruppenrichtlinien.
Vorteile von KIR:
Schnelle Fehlerbehebung – Kein Warten auf ein neues Update
Gezielte Rücknahme – Nur die problematische Änderung wird deaktiviert
Automatisierter Prozess – Die meisten Änderungen erfolgen ohne manuelle Eingriffe
KIR wird hauptsächlich für nicht sicherheitskritische Fehler eingesetzt, um die Stabilität von Windows-Systemen zu gewährleisten.
Wie geht es weiter?
Wir müssen nun auf ein neues Update warten, das hoffentlich alle bekannten Fehler behebt. In der Zwischenzeit sollten betroffene Administratoren prüfen, ob KIR bereits aktiviert wurde oder ob alternative Maßnahmen erforderlich sind.
Falls Sie solche Probleme haben, sollten Sie sich umgehend an Ihren Administrator wenden, damit der Fehler bei Ihnen behoben werden kann.
Sie haben weiterhin IT-Probleme? Wir unterstützen Sie gerne bei der Fehleranalyse und finden eine passende Lösung für Ihr Unternehmen!